Der bewaffnete Konflikt im Donbas begann nicht durch einen angeblichen Aufstand der Bevölkerung, sondern am 12. April 2014 mit dem organisierten Eindringen russischer Kräfte. Das ist gut dokumentiert, unter anderem durch Aussagen von Igor Girkin selbst in der russischen Zeitung Zavtra, der offen eingeräumt hat, dass es vor Ort kaum lokale Unterstützung gab und man deshalb Kämpfer aus Russland nachführen musste.
Auch das Asow Argument ist ein Klassiker der Desinformation. Asow entstand erst im Mai 2014, also nach Beginn der Kämpfe. Damit kann es logischerweise nicht der Auslöser gewesen sein und schon gar kein Beleg für einen angeblichen Krieg gegen die eigene Bevölkerung.
Die oft zitierte Zahl von 14000 Toten wird ebenfalls bewusst verzerrt. Sie umfasst den gesamten Zeitraum von 2014 bis Anfang 2022 und beinhaltet überwiegend gefallene Soldaten beider Seiten. Die Zahl der zivilen Opfer liegt nach UN Angaben deutlich niedriger. Tragisch genug, aber etwas völlig anderes als die Behauptung eines systematischen Vernichtungskrieges gegen Zivilisten.
Der oft als Beweis vorgebrachte Kommentar in den Tagesthemen vom 28. Juli 2014 enbehrt jeglicher Grundlage. Georg Restle nimmt dort wahrscheinlich noch an, dass es keine russischen Truppen in der Ukraine gab, was jedoch nicht der Fall war.
Die Donbass-Lüge